Suche Unabhängigkeit, biete Kuscheltier! – Mein Jahresrückblick 2021
Suche Unabhängigkeit, biete Kuscheltier! – Mein Jahresrückblick 2021

Suche Unabhängigkeit, biete Kuscheltier! – Mein Jahresrückblick 2021

Kleinkind mit Kuscheltier in der Hand läuft langen Weg entlang. Bild von Katharina Mauder

Ich habe es geschafft: Mein epischer Jahresrückblick 2021 ist fertig und er fängt dieses ungewöhnliche Jahr mit all seinen Facetten ziemlich gut ein. Auch dass es mein erster so ausführlicher Jahresrückblick ist, passt ganz wunderbar. Denn dieses Jahr wimmelt nur so vor ersten Malen, ersten Versuchen, ersten Schritten.

Viele dieser ersten Schritte gingen in Richtung mehr Unabhängigkeit. Unsere inzwischen fast 1,5-jährigen Zwillingszwerge erobern sich Schritt für Schritt mehr Selbstständigkeit von uns. Und ich erobere mir Schritt für Schritt mehr Unabhängigkeit von Ihnen – um hier und da mal wieder ein bisschen Arbeitsluft schnuppern zu dürfen in meiner Selbstständigkeit (im wahrsten Sinne des Wortes!). 😊

Meine Pläne für 2021 und was daraus geworden ist

Im tiefsten Zwillingsbaby-Alltag hatte ich natürlich nicht die geringste Zeit, 2021 zu planen oder ihm gar ein Motto zu geben. Was hätte ich auch planen sollen?! 😅 Aber so ein paar Vorstellungen hatte ich natürlich trotzdem.

  • Ich dachte, wir würden waaaaahnsinnig busy sein mit Hausbau, Bürokratie, Ämterkampf, Anträgen, Organisation, Entscheidungen, Verpflichtungen, offener Baustelle etc. ➡️ Nope. Dank Corona, Rohstoffmangel und Baukosten-Explosion geht die Planung eher im Tempo einer Nackschnecke auf Treibsand voran. (siehe auch das 1. Thema unten)
  • Ich dachte, ich könnte in den extra geplanten Lückenmonaten meiner Elternzeit wieder mehr als Texterin und Kinderbuchautorin arbeiten, Lesungen machen, Workshops geben, ein paar Textaufträge annehmen. ➡️ Leider nur sehr wenig. Das meiste konnte nicht stattfinden. Manch einer meiner alten Auftraggeber schaltete 2021 auf Sparflamme. Und tatsächlich hatte ich auch unterschätzt, wie unbeschreiblich erschöpft man nach so einem Tag mit Zwillingsbabys ist.
Katharina Mauder schiebt einen Zwillingskinderwagen einen langen Waldweg entlang.
Wir finden Schritt für Schritt unseren Weg!
  • Ich dachte, sobald meine Zwerge im Spielplatzalter seien, würden wir ständig neue Orte entdecken: Spielplätze, Parks, kleine Wälder. ➡️ Tatsächlich gehen wir ca. 90% der Zeit auf den gleichen Spielplatz. Denn dort kenne ich inzwischen eine ganze Reihe lieber Mamas. Diese helfen mir zum einen immer wieder unaufgefordert, auf die quirligen Rabaukskis aufzupassen. Und zum anderen ist es in all der Isolation so, so schön, zwischendurch mal jemanden zum Quatschen zu haben, der im gleichen Boot steckt!
  • Eigentlich hatten wir immer davon geträumt, am Ende unserer Elternzeit zwei, drei Monate mit einem Bulli die Küste entlang Richtung Portugal zu fahren. ➡️ Auch hier machte uns die Pandemie mit Reisebeschränkungen und Planungsunsicherheiten einen Strich durch die Rechung. Und mit zwei Einjährigen in einem Bus zu hausen, kam uns auch eine Spur zu krass vor. (Bzw. wir selbst kamen uns dafür zu alt vor – eine herbe Erkenntnis! 😆) Am Ende haben wir eine corona-, zwillings-, fast-40er-gerechte, aber leider auch deutlich kürzere Alternative gefunden. (Die „Auflösung“ findest du im 9. Thema unten.)

Mein Jahresrückblick 2021

1) Ein kleiner Autorentraum: Wir bauen ein Haus! Und weniger traumhaft: Wir müssen Bäume fällen!

Obwohl die Entscheidung schon über ein Jahr her ist, kommt es mir immer noch surreal vor: Mein Mann und ich haben uns Ende 2020 hoch verschuldet und in Rahlstedt, einem Randbezirk Hamburgs, ein Grundstück in zweiter Reihe gekauft, um dort zu bauen. Mal sehen, was Corona langfristig aus diesen Plänen macht und ob wir uns am Ende den Hausbau überhaupt noch leisten können. Denn die Baubranche hat der Rohstoffmangel ja besonders hart getroffen. Und entsprechend laaaaaaaaaaaaaaangsam geht aktuell alles voran. Viel Gelegeneheit also, mich in Geduld zu üben. Juchu. 🙄😞

Aber was wollen wir überhaupt bauen? Und warum schreibe ich im Titel von einem Autorentraum? Tjaaa, ein möglichst nachhaltiges Holzhaus soll es werden. Allerdings kein 0-8-15-Klotz, sondern ein spannendes Architektenhaus, geplant von meinem Bruder Manuel von MMA Manuel Mauder Architekten. Und das Beste ist: Wenn alles klappt, bekomme ich mein eigenes kleines Schreibhaus im Garten! Der Wahnsinn, oder? Ein Traum für jede Autorin! Leider ist diese Planung allerdings noch nicht hieb- und stichfest, da wir noch keine Baugenehmigung beantragt haben. (Und ich hoffe seeeehr, dass ich nichts jinxe, indem ich hier schon ganz sorglos die Pläne ausplaudere. 😅😱) Drück uns also bitte, bitte die Daumen, dass alles glatt geht! 😇

Nicht wirklich glatt gegangen ist es leider für die 9 Bäume auf dem Grundstück. Naiv wie wir waren, hatten wir uns ursprünglich gefreut, dass schon ein bisschen gewachsene Natur quasi im Kaufpreis enthalten war. Tja, Fehlanzeige! Denn leider musste der erste Baum (ein toter, aber hübsch malerisch mit Efeu bewachsener Walnussbaum) direkt im Eilverfahren gefällt werden. Stammfäule am Ansatz, sodass er bei einem Sturm aufs Nachbargrundstück zu kippen drohte. Gefahr im Verzug – und eine erste von sicher noch seeeeehr vielen Lektionen darin, was „Eilverfahren“ bedeutet, wenn man es mit deutscher Bürokratie, Ämtern und begehrten Dienstleistern zu tun hat. 😳

Zwei Fotos auf eine Holzwand gepinnt, zwei Arbeiter fällen einen Baum und Zwillinge in Babyschale stehen im Schneen
Ein trauriges und doch spannendes Spektakel, so eine Baumfällung!

Leider machten uns weder die Fachagrarwirte noch der unabhängige Baumgutachter Hoffnung, dass es den anderen Bäumen viel besser ergehen wird: Manche stehen auf der Auffahrt oder im Baufenster und können selbst mit viel Willen nicht realistisch vor den Baumaßnahmen geschützt werden. Manche haben ihre Spitze in irgendeinem Sturm verloren und faulen von oben an. Und überhaupt sind alle recht kränklich. Der einzige recht fitte und auch problemlos positionierte Baum ist eine kleine Eibe mit hochgiftigen Früchten. Genau das Richtige mit zwei Kleinkindern! 🤦‍♀️ Seufz!

Wir wollen also vorerst (und zum Teil aus Trotz) versuchen, wenigstens 3 Bäume zu erhalten: die kleine doofe Eibe, eine mittelgroße Birke und eine ziiiemlich stattliche Rotfichte. – Mal schauen, wie lange sie die herausfordernd heißen Sommer (bzw. meine Mamasorgen) überleben! Und mal schauen, wie viele Ersatzpflanzungen wir leisten müssen. – Von diesem Spaß berichte ich dann wohl im nächsten oder übernächsten Jahr, wenn es auch mit dem Rest des Baus vorangeht. Es bleibt spannend!

2) Ich gehe mit den Elbautoren auf „Volle Fahrt voraus!“

Ein echtes Traumprojekt, unser großes Elbautor:innen-Vorlesebuch „Volle Fahrt voraus!“, stach am 25. Februar im Carlsen Verlag in See. 📘⛵️ Mit welchem Ziel? Natürlich, um die Herzen aller kleinen Piratinnen, großen Klabautermänner, fleißigen Wattwanderer, müden Seichtwasserschnorchlerinnen, verrückten Tiefseeforscher und auch sonst aller Wasser-Fans 2. Thema)und Hamburg-Liebhaber:innen im Sturm (!) zu erobern, ist doch klar!

Aber mal ganz von vorne: Die Elbautor:innen sind das Netzwerk der Hamburger Kinder- und Jugendbuchautor:innen. – Übrigens eins meiner absoluten Lieblingsnetzwerke, weil sie wirklich großartig unterstütztend und engagiert sind, was zu einer Menge großartiger Aktionen und Projekte führt. Und eines davon ist eben unsere tolle Geschichten-Anthologie „Volle Fahrt voraus!“, die im März 2021 erschienen ist. Dafür haben nicht nur sage und schreibe 39 Hamburger Autor:innen Geschichten, Gedichte und Lieder geschrieben. Die begleitenden Bilder stammen ebenfalls von 8 Hamburger Illustrator:innen. Ein von vorne bis hinten mit Kreativität vollgepacktes Hamburg-Buch also! 😍

Katharina Mauder sitzt auf einem Sofa vor eine Bücherregal und liest Zwillingsbabys auf ihrem Schoß vor aus dem großen Elbautor:innen Vorlesebuch "Volle Fahrt voraus!"
Ein solches Feuerwerk an Kreativität überzeugt ganz instinktiv! 😁

Ich selbst habe die Geschichte „Immer diese Zugeflogenen!“ rund um den miesepetrig-krächzigen Alt-Möwerich Piet und den quirlig-coolen Jung-Mauersegler Al beigesteuert. Wie du dir sicher vorstellen kannst, prallen da zwei Welten auf dem Dach des hamburger Michels aufeinander. Ob die beiden schrägen Vögel wohl auch irgendwelche Gemeinsamkeiten finden oder ob sich Al lieber eine andere Bleibe für den Sommer sucht?! (Wusstes du übrigens, dass mein geliebtes Ultimate Frisbee Damenteam Seagulls heißt?! Ich habe also ein ganz besonderes Verhältnis zu Möwen, was man der Geschichte bestimmt anmerkt … 😁🥰)

Zum Glück hat ganz Hamburg direkt verstanden, wie toll unser Vorlesebuch „Volle Fahrt voraus!“ doch ist. Denn es wurde wunderbar aufgenommen, bekam viel Presseresonanz und war (und ist!) auch richtig gut in den Buchhandlungen vertreten. Zwar mussten aufgrund von Corona viele Events wie díe große geplante Release-Party des Carlsen Verlags auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Aber andere Aktionen, zum Beispiel eine große Online-Lesungsreihe mit den Haspa-Filialen (Hamburger Sparkasse) und eine fulminante Freilichtausstellung des gesamten Buches am Kaiser-Friedrich-Ufer des Isebekkanals (inklusive großem Geschichten-Quiz mit tollen Gewinnen!) konnten stattfinden. Und zufällig boten sie mit richtig gutem Timing perfekte Möglichkeiten zur Corona-Freizeitgestaltung. Ja, tolle Events gab es mehr, als ich in diesem Artikel erwähnen kann. Aber zusammengefasst ist eines sicher: Unsere erste Elbautor:innen-Anthologie war und ist ein voller Erfolg! Ahoi! 😊🤩

Katharina Mauder steht am Kaiser-Friedrich-Ufer mit einem Zwillingsfahrradanhänger und zeigt fröhlich auf ein großes Plakat, das zwei Buchseiten zeigt: "Immer diese Zugeflogenen", ihre Geschichte für in "Volle Fahrt voraus!"
Ein wirklich lohnender Ausflug mit dieser schönen Aussicht! 😍

3) Bye bye Haare! Hallo Shampoofrei!

Ich hatte mein ganzes Leben über lange Haare und wurde für die hübschen braunen Locken auch oft bewundert. Als Jugendliche und junge Erwachsene wurde ich immer mit Alanis Morissette verglichen. Heute kaum noch vorstellbar, denn über die Jahre wurden meine Haare dünner und dünner und hatten am Ende mit der Rockstar-Mähne von damals so viel gemein wie ein stattlicher Löwe mit einem verschnupften Hamster. 😅

Im gleichen Maße, wie die Haare dünner wurden, wurden sie auch kürzer. Von fast Po-Länge in meinen frühen 20ern ging es über die Jahre Stück für Stück runter (bzw. hoch!) auf Kinnlänge. Und am 28. Februar folgte ein letzter großer Sprung: auf 3 Millimeter! 💇😱

Katharina Mauders Haare wurden abrasiert. Mit Kahlkopf zeigt sie auf ein Poster von einem schlafenden Dornröschen mit wallenden Haaren.
Uuaaah! Die Kinderbuchautorin ist kein Dornröschen mehr!

WARUM?!, fragen viele. Die Idee war plötzlich da und ließ mich nicht mehr los. Denn neugierig, wie ich bin, wollte ich mein ganzes Leben schon wissen, wie ich wohl mit Glatze aussehe. Zudem war ich tierisch genervt, dass unsere Zwillingszwerge ständig abwechselnd an meinen Haare und meiner Brille herumzerrten. Und durch Corona und die Elternzeit sah ich sowieso kaum jemanden. Also dachte ich: Wann, wenn nicht jetzt?! Wenn’s sch… aussieht, kriegt’s keiner mit. 😝

Eine Hobby-Friseurinnen-Freundin half mir beim Kahlschlag und überzeugte mich, auch gleich mit No Poo (kurz für „No Shampoo“) zu starten. Wie der Name schon sagt, wird bei dieser Methode kein Shampoo mehr verwendet, sondern das Haar im Normalfall einfach nur gebürstet und mit warmem Wasser gewaschen. (Alternativ bzw. ergänzend können die Haare mit Roggenmehl- oder Natron-Gemischen gewaschen und/oder mit einer Essig-Mischung gepflegt werden.) Die Haare sollen durch No Poo insgesamt voller, gesünder, griffiger werden.

Klingt erstmal toll oder? Was viele von diesem Pflegetrend abhält, ist die schwer zu ertragende Übergangszeit, in der die shampoo-gewohnte Kopfhaut zu viel Fett produziert. Diese unangenehme Phase war natürlich auf meinem Stoppelfeld nicht zu bemerken und für mich entsprechend stressfrei. Inzwischen haben sich Haare und Kopfhaut an die neue Minimal-Pflege angepasst und ich muss nur noch 1- bis 2-mal die Woche (mit Wasser) waschen (gegenüber 2- bis 3-mal mit Shampoo früher).

Aktuell finde ich sowohl den Kurzhaarschnitt als auch die No-Poo-Methode sehr praktisch, da sie einfach wahnsinnig wenig Arbeit machen und durch quasi keine Haarprodukte auch total umweltfreundlich sind. Auch der Zustand der Haare gefällt mir meistens richtig gut und (ohne anderweitige Erfahrungen mit Kurzhaarfrisuren) scheinen sie mir auch tatsächlich wieder voller und kräftiger geworden zu sein! Definitive Pläne habe ich allerdings nicht. Also mal schauen, wie lang oder kurz ich die Wuschelmähne in Zukunft trage und welche und wie viele Produkte mein Bad bevölkern werden. 😄

4) Meine erste Online-Lesung: ein ungeahntes Talent

Meine erste Online-Lesung war gleichzeitig meine erste Lesung aus „Volle Fahrt voraus!“ und noch dazu meine erste Lesung überhaupt in über einem Jahr. Ich war also gleich dreifach nervös! Würde die Technik funktionieren? War es vielleicht doch eine ganz bescheuerte Idee, die Illustrationen ausgedruckt und auf Pappe geklebt ins Bild halten zu wollen? Was, wenn ich mich ganz fürchterlich verhaspelte? Oder wenn sich die Kids langweilten? Ob ich online wohl genug Interaktion mit ihnen hinbekommen würde? Oder ob am Ende gar niemand auftauchte? – Diese und ähnliche F“ragen“ veranstalteten in meinem Kopf (bestimmt illegale!) Autorennen.

Das große Elbautoren-Vorlesebuch "Volle Fahrt voraus!" liegt inmitten ausgedruckter und aufgeklebter Illustrationen. Eine Plüschmöwe, ein Quizflyer und eine Tasse vom Michel liegen auch dabei.
Gewappnet für meine allererste Online-Lesung. Es kann losgehen!

Glücklicherweise war diese erste Online-Lesung meines Lebens für die Haspa-Filiale Berne und wurde von einem überaus netten Techniker betreut. Wir machten einen Technik-Check ein paar Stunden vor Beginn und hatten entsprechend keinerlei Schwierigkeiten bei der Lesung selbst.

Und auch alle anderen Sorgen waren unbegründet. Alles lief bestens! Zwar war die Lesung nicht eben üppig besucht, aber alle Anwesenden inklusive mir, dem Techniker und dem Filialleiter hatten eine Menge Spaß (und gaben mir im Anschluss viele rührende Komplimente!). Ich fühlte mich total wohl und konnte die Texte beim Lesen richtig gut in Szene setzen. Die ausgedruckten Illustrationen funktionierten ganz hervorragend und ermöglichten, dass mich die Kids die ganze Zeit groß und gut sehen konnten. Und auch inhaltlich kam alles gut an: die Geschichte „Die Meerjungsfrau“ von meiner brillianten Elbautoren-Kollegin Rieke Patwardhan, das Gedicht „Der Spatzenchor vom Rathausplatz“ von der absolut wunderbaren Andrea Schomburg, meine eigenen Geschichte „Immer diese Zugeflogenen“ rund um Al und Piet (s. auch 2. Thema) und natürlich auch unser berüchtigtes Elbautoren-Piratevideo. 🏴‍☠️

Nach dem begeisterten Feedback werde ich nun Online-Lesungen definitiv in mein Angebot aufnehmen. Wenn Lesungen (oder auch Workshops!) durch Corona oder eine allzu große Distanz nicht live durchführbar sind, ist ein Online-Format schließlich eine richtig gute Alternative! 🤩

5) Corona-Dankbarkeiten – Sommer, Impfung und Homeoffice

Ein Thema, von dem kein Jahresrückblick 2021 verschont bleibt: Corona. Dieses furchtbare Virus, das in mir schon viel Angst, Frust und Traurigkeit, aber auch sehr viel Dankbarkeit ausgelöst hat. Dankbarkeit? Ja, richtig gelesen.

Katharina Mauder lächelt und gibt einen Daumen nach oben. Auf ihrer Schulter klebt ein kleines grünes Pflaster mit roten Marienkäfern.
Marienkäfer for the win! Daumen hoch für die Impfung!

Natürlich musste auch ich viele, viele Pläne ändern oder konnte sie gar nicht erst machen. Natürlich hatte ich in meiner Selbstständigkeit deutliche Einbußen und konnte meine extra eingeplanten Lückenmonate in der Elternzeit nicht entsprechend nutzen. Und natürlich nagt die soziale Isolation immer wieder auch an meinen Nerven.

  1. Aber zum einen bin ich sehr dankbar für die Verschnaufpause im Sommer, während der man plötzlich Kleinigkeiten wie gemeinsames Kaffeetrinken wieder zu schätzen wusste und so richtig genießen konnte (als Kleinkindmama wahrscheinlich gleich doppelt und dreifach).
  2. Zum anderen war und bin ich sehr dankbar für unsere Impfmöglichkeiten. Zwar konnte die Impfung nicht alle Hoffnungen erfüllen, aber sie bietet uns trotzdem einen weitreichenden Schutz, den ich definitiv nicht missen will!
  3. Und schließlich stellte es sich für uns als kaum zu überschätzendes Glück heraus, dass mein Mann schon seit März 2020 fast komplett im Homeoffice arbeitet und maximal einen Tag die Woche ins Firmenbüro geht. Ich bin ja überzeugt, dass dies ein entscheidender Faktor war, warum ich es in 2020 geschafft habe, die Schwangerschaft trotz diverser Risikofaktoren bis gut zwei Wochen vor dem berechneten Termin auszutragen.
    Und heute führt es dazu, dass mein Mann ein absolut gleichberechtigter Bezugsmensch für die Zwillingszwerge ist. Denn er ist einfach viel präsenter und eben nicht 11 (!!) Stunden jeden Tag weg. So kümmert er sich morgens vor Arbeitsbeginn um die Kinder, verbringt mit uns die Mittagspause, ist beim Abendessen da und wir bringen die Kinder gemeinsam ins Bett. Wenn sich früher zwei Babys gegenseitig in Rage geschrien haben, konnte er schnell 3 Minuten aushelfen und alles war wieder gut. Wenn ich zum Beispiel eine Schullesung habe oder krank bin, nimmt er sich ohne riesigen Aufwand einen halben Tag frei. Das alles ist eine enorme physische und vor allem psychische Entlastung für mich, was wiederum auch mein Verhältnis zu den Kindern verbessert.
Katharina Mauders Familie im Tierpark vor einem Gänsegehege für meinen Jahresrückblick 2021.
Wir kommen wirklich nahe heran an die Gleichberechtigung in der Care Arbeit!

Es ist also skurril, wie eine so unnatürliche Situation wie das Social Distancing dazu führt, dass wir als Familie viel näher an eine natürlichen Zustand heranrücken. Zwar fehlt die größere Sippe außenrum (um die ich immer wieder trauere!). Aber zwei Bezugspersonen machen einfach soooo vieles einfacher und entspannter als nur die eine, die es in unserer Gesellschaft typischerweise gibt: die von all den Erwartungen restlos überforderte Mama. Entsprechend ist für mich, gerade als Zwillingsmama, Corona auch (!) ein absoluter Segen!

6) Es gibt sie wieder: Lesungen live vor Publikum!

Soooo lange mussten wir Autor:innen warten, um wieder live vor Publikum auftreten zu können. Aber im Sommer war es endlich wieder soweit. Hamburg öffnete die Geldtöpfe und rief zur Künstlerunterstützung und zum Hamburger Kultursommer mit gaaaaaanz vielen Veranstaltungen auf, die endlich wieder live stattfinden konnten. Vom Sommer bis zum späten Herbst hatte ich also innerhalb des Kultursommers und darüber hinaus einige wunderbare Live-Lesungen:

  • Ich durfte, organisiert durch die Crew des Schrødingers, eine coole öffentliche „Volle Fahrt voraus!“-Lesung in der Beach Bar Central Park (Hamburg Sternschanze) halten, wo ich tatsächlich früher hin und wieder selbst Cocktails geschlürft hatte. 😆😎
  • Ich durfte im Auftrag der Hamburger Bücherbusse für eine Kita in Hamburg Harburg mein Bilderbuch „Wenn Waldo Waschbär wütend wird“ lesen und mit den Kindern aus zweimal zwei Kita-Vorschulklassen kräftig um die Wette knurren. 🦝
  • Für die Vorschüler der Grundschule Horn fand meine allererste Gruppenlesung gemeinsam mit meinen wunderbaren Elbautoren-Kolleginnen Yvonne Hergane und Karin Baron statt. Heiliger Landratten-Alarm, war das ein Spaß! Natürlich lasen wir Geschichten aus „Volle Fahrt voraus!“, aber wir verwandelten die Kinder auch abwechselnd in wild gewordene Rennschafe und eine flink flatternde Möwenschar und kamen manchmal aus dem Lachen gar nicht mehr heraus! Definitiv wiederholenswert! 😍
Katharina Mauder, Yvonne Hergane und Karin Baron in Piraten-Outfits mit einem Holzschiff und dem großen Elbautor:innen Vorlesebuch "Volle Fahrt voraus!"
Ahoi, du Landratte! Schaurig schöne Piratengrüße von deinen Elbautorinnen Katharina Mauder, Yvonne Hergane und Karin Baron!
  • Das Literaturzentrum Hamburg (LIT) schickte mich in die beiden 4. Klassen der Grundschule Tonndorf, für die ich jeweils mein Lesungsprogramm „Heldenhaft?!“ zum Besten gab und mit ihnen kraftig grübelte und beratschlagte, was denn nun einen Helden wirklich ausmacht. 🦸
  • Ebenfalls im Auftrag des LIT besuchte ich die Grundschule Duventstedter Markt und zeigte zweimal zwei 2. Klassen (😜) mein Weihnachtsbilderbuch „In der Weihnachtshöhle ist noch Platz“ rund um den mürrischen Bär Mattes als Bilderbuchkino. 🐻
  • Ich durfte erstmals im tollen Kulturschloss Wandsbek eine öffentliche Lesung aus meinem erzählenden Adventskalender „Weihnachtliche Reise um die Welt“ halten und mit dem Publikum von Palmen-Weihnachtsbäumen, von tösenden Weihnachtspartys und von sage und schreibe 13 Desserts nach dem Weihnachtsfestmahl träumen.🌴🎄
Katharina Mauder steht vor Publikum und liest aus ihrem Adventskalender "Weihnachtliche Reise um die Welt"
Adventszeit ist Vorlesezeit!

Auch wenn es weniger waren in anderen Jahren und obwohl diesmal kein einziger Workshop dabei war, hat doch jede einzelne Lesung einen riesen Spaß gemacht! So schön, endlich mal wieder zu sehen, wie die Kids bei der Geschichte mitfiebern. Und hinterher mit ihnen zu diskutieren und ihre tollen Ideen und Gedanken zu erfahren! Und mich natürlich auch ihren Fragen zu mir und meiner Arbeit als Kinderbuchautorin zu stellen, die ich jedes Mal wieder für ihre Unverblümtheit und Frische feiere: Wie alt bist du? Bist du reich? Wer ist dein Lieblingsschauspieler? Woher hast du deine Ideen? Und meine schlaue Lieblingsfrage des Jahres: Warum sind Bücher eigentlich so billig?

And dieser Stelle also auch ein riesen Dankeschön an alle Organisator:innen, Fördereinrichtungen und Gastgeber:innen. Es war mir eine wahre Freude! Und falls du nun Lust bekommen hast, mich auch einmal in deine Schule, Kita, Bücherei oder Buchhandlung einzuladen, dann wirf gerne einen Blick in mein Angebot zu Lesungen und Workshops und melde dich per E-Mail. Ich freue mich, von dir zu hören!

7) Mein Beckenboden aus der Hölle

Bis einschließlich 2019 war ich ja total sportlich. In diesem Blog-Artikel habe ich euch zum Beispiel davon erzählt, wie ich mit meinem Ultimate Frisbee Damenteam Seagulls in Spanien bei den dreitägigen European Beach Ultimate Club Championships (EBUCC) tatsächlich den Europameisterschaftstitel geholt habe. 🤩

Tja, die Zeiten sind vorerst vorbei. Denn mein Körper erholt sich bisher nicht ausreichend von der Zwillingsschwangerschaft und natürlichen Geburt. Ich bin da leider erblich vorbelastet, sodass trotz Rückbildungskurs und mehrerer Osteopathie-Termine mit einer Spezialistin keine merkliche Besserung eintritt. (Meine Frauenärztin war übrigens leider gar keine Hilfe.) Interessanterweise ist mein Beckenboden wohl recht kräftig und ich spanne ihn auch richtig an. Aber sobald ich hüpfe, ein paar Schritte jogge oder zu lange husten muss, kann ich leider das Wasser nicht mehr halten.

Katharina Mauder in Wanderausrüstung neben einem großen See
Plätscherndes Wasser ist zum Glück kein Problem. Aber stoßhafte Bewegungen wie Springen, Rennen oder Husten eben leider doch.

Und ja, das ist natürlich wahnsinnig frustrierend und auch irgendetwas wie peinlich oder beschämend. Genau deshalb schreibe ich hier darüber. Um zumindest (m)einen Spatenstich der Scham des Tabuthemas Inkontinenz abzutragen. Es ist ja schon an sich blöd und unpraktisch und nervig und einschränkend genug, ohne sich auch noch dafür schämen zu müssen! Außerdem sollte das Thema insgesamt öfter thematisiert werden. Dann gäbe es die Chance, dass endlich mehr daran geforscht wird! (Denn wie so oft mit Frauenkrankheiten, weiß die Medizin noch reichlich wenig über die Zusammenhänge hinter diesen Problemen.)

Ich muss allerdings auch einen Teil auf meine eigene Kappe nehmen. Denn ich bekomme es bisher im Zwillingsalltag einfach nicht unter, ausreichend regelmäßig Beckenbodenübungen zu machen. Vielleicht auch, weil ich mir nie komplett sicher war, welche Übungen in meinem speziellen Fall tatsächlich helfen würden. Aber auch, weil ich jeden Abend sooooo platt bin.

Glücklicherweise sind in letzter Zeit gleich mehrere Hoffnungen am Horizont aufgetaucht:

  • Mit dem Start der Kita-Zeit finde ich hoffentlich mehr Zeit und Energie für gezielte Übungen.
  • Ich habe gerade einen Pilateskurs für die Zeit nach der Rückbildung bei Mira Rimbach begonnen, den ich wirklich hilfreich und vielversprechend finde. (Mein spezielles Problem habe ich zwar noch nicht angesprochen, aber Mira war die erste, die erkannt hat, dass meine Rippenbögen von der Schwangerschaft immer noch zu weit auseinanderstehen, was bestimmt Auswirkungen auf die Rektusdiastase und überhaupt das gesamte Bauch- und Beckenbodensystem hat.)
  • Über eines meiner Lieblingsnetzwerke, die BusinessMoms, bin ich just während des Schreibens dieses Jahresrückblicks 2021 auf Aimée Riecke gestoßen, die sich mit den Ursachen von postnataler Inkontinenz beschäftigt. Sie macht eine Haltungsanalyse, schaut Atmungsstrategien, Bewegungspräferenzen und Kompensationsmuster an und hilft mit einem sanften Ganzkörpertraining die Symptome (hoffentlich!!) zu lindern. Wir wollen spätestens im neuen Jahr schauen, ob und wie sie mir helfen kann.

Ihr dürft mir also ganz kräftig die Daumen drücken, dass mir eine dieser Optionen oder sie alle ein bisschen helfen können! Denn hach, ich würde ja schon gerne bald mal wieder Ultimate Frisbee spielen – wenigstens am Strand! ✊🍀

Katharina Mauder schaukelt auf einer großen Holzschaukel an der Küste mit Blick auf tiefblaues Wasser. Es herrscht ein Gefühl von Freiheit.
Hach ja … Freiheit und Unabhängigkeit und so …

8) Unternehmenssprache gefällig? Ein neues Workshop-Format

Es war mein einziges großes Projekt als Texterin für Familienthemen in 2021, allerdings war es besonders spannend! Denn einer meiner liebsten Content Marketing Kunden, die nachhaltige Bewegungsspielzeugfirma Stapelstein,  bat mich, für ihre Mitarbeiter einen Schreib-Workshop zu geben. Im Verlauf des Briefings stellte sich allerdings heraus, dass viele der brennendsten Fragen gar nicht durch einen Workshop mit Texter-Tipps und -Tricks zu beantworten waren. Kundenansprache und Tonalität haben schließlich mehr mit Unternehmensstrategie als mit objektiven Qualitätskriterien zu tun.

Deshalb entschieden wir gemeinsam, dass Stapelstein zunächst einmal einen Workshop braucht, um eine einheitliche Unternehmenssprache zu entwickeln. Was das ist? Teil der Unternehmensidentität und quasi das sprachliche Pendant zum Corporate Design mit Logo, Farben und Schriften.

Eigentlich wollte ich diesen Auftrag in meinem Netzwerk weitervermitteln, konnte aber niemanden finden, der Erfahrung damit und auch nocht Zeit hatte. Also ließ ich mich in Absprache mit Stapelstein auf das Abenteuer ein, den Workshop doch selbst zu geben – allerdings unter Beratung der erfahrenen Dorothee Steeb aus meinem wunderbaren Netzwerk Texttreff – Das Netzwerk wortstarker Frauen. Schließlich ist es gerade beim Entwickeln einer Unternehmenssprache auch enorm hilfreich, eine Firma gut zu kennen, und manchmal muss man sich einfach trauen! 😊

Katharina Mauder hält einen Stapelstein gegen ihren Kopf und guckt inspiriert. Daneben steht "Mein größter beruflicher Erfolg 2021"
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! 😊

Ich habe mich also mithilfe von Doro tief in die Materie eingearbeitet und ein innerhalb meines Angebots ganz neues Workshop-Format entwickelt. Anschließend habe ich einen richtig spannenden Vormittag mit den beiden tollen Gründern von Stapelstein verbracht. Wir haben in puncto Unternehmens-Grundlagen ganz viel gelernt, gegrübelt, gewerkelt. Wahnsinnig anregend war das und hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht.

Und auf Basis dieser Ergebnisse werde ich im neuen Jahr dann ganz konkret die Unternehmenssprache entwerfen. Eine total tolle, spannende Aufgabe, auf die ich mich schon sehr freue! 🤩

9) 4 Wochen Wohnmobil– mit überraschenden Höhen und Tiefen

Unser erster richtiger Familienurlaub (ohne Großeltern & Co. in der Nähe) und zum allerersten Mal mit einem Wohnmobil unterwegs – und dann gleich für einen ganzen Monat! Das kann einem schonmal Sorgen bereiten. Hat es uns auch, aber wir wollten unserem Sinn fürs Abenteuer endlich, endlich mal wieder etwas Leben einhauchen und uns von diesen Sorgen nicht ins Boxhorn jagen lassen. Und zum Glück waren unsere Ängste vorab auch alle total unbegründet. Denn die Dinge, die schiefgingen, haben wir alle nicht erwartet. 😅

Schief ging nämlich:

  • Dass sich die Zwillingszwerge beim Abholen des Wohnmobils von Freunden mit der fürchterlichen Spätsommer-Kita-Krankheit Hand-Mund-Fuß ansteckten. Entsprechend glich das Wohnmobil in der ersten Urlaubswoche eher einer deutlich zu kleinen Krankenstation. 😨
  • Dass an Tag 3 die Heizung im Wohnmobil mit Wackelkontakt ausfiel, was uns Anfang Oktober mit kranken Kindern doch ganz schön Sorgen machte. Nach zwei Tagen ging sie zum Glück wieder an und wurde fortan nur noch in der Temperatur reguliert, aber nicht mehr ausgeschaltet. 😉
  • Dass nach der Hälfte des Urlaubs (viel früher und länger als erwartet) die Bora-Winde kamen. Dass uns diese Winde, die zu den stärksten der Welt zählen, 5 Tage auf der langweiligsten Insel der Welt strandeten. Und dass sie den Wintereinbruch in Kroatien einleuteten, für den wir definitiv nicht ausgerüstet waren. 😱🥶

Katharina Mauder auf einem Berg zeigt begeistert auf einen kaum zu erkennenden See im Tal.
Zum Glück auch ganz viel Sonne und Zeit in der Natur. Zum Beispiel mit Ausblick auf den Wört[h]ersee! – Da freut sich das Autorinnenherz! 😁
Aber zum Glück gab es auch viele tolle Seiten:

  • Wir konnten ganz viel Zeit in der Natur verbringen, am Lagerfeuer sitzen, ab und zu wandern gehen, Kärnten, Slowenien und Kroatien kennenlernen und noch vieles me(e)hr!
  • Wir konnten zumindest in der ersten Urlaubshälfte noch einige Sonnenstrahlen sammeln, um gut durch den nassdunklen Hamburger Herbst und Winter zu kommen. 😎
  • Ein echtes Highlight waren auch all unsere Übernachtungen auf Bauernhöfen und wie viel Spaß die Zwillingszwerge mit all den Tieren hatten.
  • Und die tollste und faszinierendste Seite dieses Urlaubs: Wie beeindruckend ausgeglichen die Zwerge waren, wenn wir den gesamten Tag in der Natur verbrachten. Sie hatten bessere Laune, waren oft zugänglicher und haben auch besser geschlafen. Selbst der Zwerg, den wir zuvor täglich in den Schlaf getragen hatten, ist plötzlich einfach von alleine eingeschlafen! Wahnsinn!! 😍 (Dass einen das auch ganz schön nachdenklich macht, wie unnatürlich und ungesund unsere moderne Lebensweise doch ist, lassen wir jetzt mal außen vor! 🤔)

Alles in allem gefiel uns die Zeit im Wohnmobil auf unserer Elternzeit-Reise mit Zwillings-Kleinkindern richtig gut! Wir hatten halt in der zweiten Hälfte Pech mit dem Wetter. Aber das war in ganz Europa ähnlich. Und ich denke, wir werden auf jeden Fall herausfinden, ob wir beim nächsten Mal mehr Glück haben! 😉

Zwischen einem Wohnmobil und einem kleinen Baum ist eine Wäscheleine gespannt, an der mehrere Wäschestücke im Sonnenschein flattern. Denn Katharina Mauder schreibt ihren Jahresrückblick 2021
Ob wir wohl auch irgendwann ein eigenes Wohnmobil haben werden?!

10) Ich flippe aus vor Freude: Das Hamburger Zukunftsstipendium

Yes! Yeah! Juhuuuuuuu! Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben Stipendiatin! Und zwar habe ich im Oktober das Hamburger Zukunftsstipendium erhalten. Dabei handelt es sich um ein Projektstipendium. Ich musste mich also mit einem neuen Buch-Projektvorschlag bewerben und wurde mit diesem Vorschlag tatsächlich ausgewählt. 🤩🎈🍀🥳

Ich will noch nicht zu viel verraten, aber so viel sei schon einmal gesagt: Das Hamburger Zukunftsstipendium soll unter anderem bei der künstlerischen Weiterentwicklung unterstützen. Und bisher schreibe ich ja als Kinderbuchautorin nur im Vorlesebereich, sprich Bilder- und Vorlesebücher. Für dieses Stipendium habe ich also ein Buch für Selbstleser vorgeschlagen, an dem ich nun immer wieder kräftig herumdenke und -werkele. Ich bin selbst schon wahnsinnig gespannt, was am Ende dabei herauskommt und ob ich einen Verlag für mein Buch finde. Drückt mir schonmal die Daumen! 🥰

Katharina Mauder posiert lustig aufgeregt mit einer Möwenstatue. Hamburg Seagulls. Eine Kinderbuchautorin geht auf Tuchfühlung.
Juhuuuu, danke, dass ich mit dem Hamburger Zukunftsstipendium ein bisschen abheben darf!

11) Die Kita geht los! oder: Alle in Deckung – die Viren kommen!

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Kita-Start meiner Kinder? Diese Frage hat mir viele schlaflose Nächte bereitet. In Hamburg, wo ich wohne, ist es gefühlt Usus, die Kinder mit einem Jahr in die Betreuung zu geben. Als ich jedoch las, dass bundesweit 2020 nur 35% der unter Dreijährigen (!) außerhäuslich betreut wurden (vgl. Kita-Handbuch), wurde ich sehr unsicher.

Ich will dich jetzt aber nicht mit der ganzen langen Debatte plagen, die da in meinem Kopf über Wochen und Monate passierte. Das Ergebnis ist, dass ich mir inzwischen sicher bin, dass es ganz individuell für uns als Familie wirklich gut ist, dass die Zwerge nun mit 16 Monaten die Eingewöhnung begonnen haben. Und da wir keine Familie oder Ähnliches in der Nähe haben, kann die Kita einfach Teil unseres Clans bzw. Dorfes sein, das uns hilft, unsere Kinder großzuziehen.

Katharina Mauder als Zwillingsmama
Manchmal wollen die ersten (oder auch die zweiten Schritte) leider nicht so recht klappen … — Aufnahme von Marcel Bock Photographie

Allerdings bin ich sehr gespannt, wann sie dieser Aufgabe, diesem wichtigen Meilenstein in unserer Familie, tatsächlich auch nachkommen darf. Denn seit Wochen löst ein Infekt nahtlos den anderen ab. Natürlich bei den Kindern (und zeitweise auch bei mir selbst) stets zeitversetzt, sodass wir auch gerne mal zwei Wochen am Stück zu Hause bleiben müssen. Juchee!

Alle Eltern älterer Kinder würden sich unter normalen Bedingungen wahrscheinlich ins Fäustchen lachen, dass sie das hinter sich haben. Aber zur Zeit ist ja nichts normal. Und soweit ich höre, kämpfen in diesem Jahr quasi alle Kinder mit den Nachwirkungen der Lockdowns und nehmen einen Infekt nach dem nächsten mit. Ich hoffe also für uns alle, dass sich das Leben und unser aller Immunsysteme möglichst bald wieder einpendeln. Die normalen Immunsysteme für die physischen Gefahren und im Falle meiner Kinder auch die „Immunsysteme“ für die psychischen „Bedrohungen“ der Eingewöhnung. Auf dass wir unseren Clan ein bisschen erweitern können! 🍀

12) Mein erster Hochzeitstag

In 2021 haben mein Mann und ich tatsächlich ein ungewöhnliches Triple an Beziehungsereignissen geschafft: das erste Jahr mit (gleich zwei) Babys, das verflixte siebte Beziehungsjahr UND das erste Ehejahr. Sie alle fielen in dieses Jahr. Und seit unserem ersten Hochzeitstag Mitte Dezember ist nun auch das letzte davon vollendet! Wow, jetzt kann uns bestimmt nichts mehr erschüttern! 🥰

Und was steckt hinter diesen Zahlenspielen? Wahrscheinlich nicht sonderlich viel, vor allem, weil jede Quelle munter nach Lust, Laune und Argumentationskette von Ehejahren oder Beziehungsjahren spricht. Aber es ist ja trotzdem immer wieder schön, wenn man auf etwas stolz sein und sich bestätigt fühlen kann – ob nun berechtigt oder unberechtigt ist doch Nebensache! 😁

Katharina Mauder und ihr frisch getrauter Ehemann küssen sich mit Sektgläsern und dem Brautstrauß in der Hand.
Trotz Corona ein wunderschöner Tag! 🥰

13) Meine Selbstständigkeit nimmt wieder Fahrt auf

Ein cooler Gastartikel, ein großartiges Geschichten-Projekt, mein Start auf Instagram und mein erster komplett neuer Blog-Artikel in über 2 Jahren – der Kita-Start meiner Zwerge gibt mir endlich wieder etwas mehr Zeit, um mich in meiner Selbstständigkeit kreativ auszuleben. Und das macht nach so langer Zeit richtig, richtig Spaß! 🤩

Katharina Mauder sitzt aufgeregt in einem Traktor vor einer Bergkulisse.
Wie viel Momentum in der Selbstständigkeit ist wohl zukünftig in Teilzeit möglich?!

Aber nochmal der Reihe nach:

  • Ich durfte einen Gastartikel für die #365Schreibtipps von Barbara Stromberg auf www.schreiben-als-beruf.de schreiben. Und klar, mein Thema ist natürlich das Schreiben für Kinder: „Nr. 355 von #365schreibtipps: Für Kinder schreiben – die 8 wichtigsten Tipps“ Schaut gerne mal vorbei!
  • Außerdem durften ich und 10 anderen Elbautor:innen je eine Geschichte über Kinderrechte für eine Kinder-CD des Vereins gegen missbrauch e.V. schreiben. Ein richtig tolles Projekt! Meine Geschichte heißt übrigens „Rostiger Büchereibesuch“ und dreht sich rund um das Recht auf Zugang zu Medien. Nun müssen wir nur noch geduldig warten, bis die CD fertig ist!
  • Ich habe es lange vor mir hergeschoben, mit Instagram zu starten. Ich dachte, ich habe einfach keine Zeit für noch einen Social Media Kanal. Aber während ich diesen Jahresrückblick 2021 über den Dezember hinweg Stück für Stück mit Judith „Sympatexter“ Peters schrieb, habe ich mir die Zeit eben einfach genommen. Ja, okay, vielleicht habe ich nicht genug geschlafen. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem! 😆 Und ich freue mich sehr, wenn wir uns dort vernetzen. (Für Facebook klingt das Gleiche natürlich weiterhin!)
Katharina Mauder kaut auf einem Kugelschreiber und guckt aufgeregt. Darunter steht "Da bin ich!"
Mein allererstes Instagram Posting!
  • Genau, und den letzten kleinen Meilenstein meiner Rückkehr in die Arbeitswelt, liest du gerade. (Und ich bin schwer beeindruckt und auch ein bisschen gerührt, dass du es bis hierhin geschafft hast!! 🥰) Dieser Jahresrückblick 2021 ist mein erster, vollkommen neuer Blogartikel in über 2 Jahren. Aber ich habe richtig Lust, nun wieder öfter hier zu schreiben. Also: Stay tuned!

Mein Jahr 2021 in Zahlen (Stand: 20.12.2021)

Screenshot von Katharina Mauders Instagram-Profil
Mein Instagram Account. Wie er wohl in einem Jahr aussieht?!

Was wartet 2022 auf mich?

  • Natürlich gaaaanz viel Zeit mit meinen Zuckerschock-Zwillingszwergen. 🥰
  • Ich kümmere mich noch einmal zielstrebig darum, meinen Beckenboden zu stabilisieren.
  • Ich will wieder öfter bloggen.
  • Arbeit an meinem Corporate Design inklusive Brandingfarben, Logo, Schriften. Nach viel Herumprobieren, Frickelei und Improvisation will ich das endlich mit professioneller Unterstützung angehen.
  • Sobald das Corporate Design steht, möchte ich auch endlich meinen Newsletter aus der Gruft zurückholen und ihm zeigen, dass er bei gelegentlichem Sonnenlicht-Kontakt nicht automatisch zu Asche zerbröselt.
  • Nachdem ich mich die ersten Jahre meiner hauptberuflichen Selbstständigkeit auf Marketingtexte fokussiert habe, um genug zu verdienen, möchte ich nun die Priorität auf meine Kinderbücher legen. Ich habe wahnsinnig Lust, ein paar der vielen durch meinen Kopf schwirrenden Ideen aufs Papier zu bringen. Und ich habe auch richtig Bock auf Fortbildungen zum Thema, sprich: Seminare, Bücher, Arbeitsgruppen. 
  • Deshalb will ich 2022 außerdem eine Schreibgruppe finden bzw. gründen, die sich zu Texten austauscht, vielleicht sogar gelegentliches virtuelles CoWorking betreibt, sich gegenseitig unterstützt und inspiriert. Darauf habe ich richtig Lust und bin gespannt, was sich auftut!
  • Mein Motto für 2022 heißt „leuchtende Bücher“ – angelehnt an meinen neuen Claim „Gute Geschichten lassen das Leben leuchten“. Ja, 2022 soll ein Jahr das Buches werden und ich freue mich schon mächtig darauf! 🤩📚✨
Katharina Mauders neuer Claim: Gute Geschichten lassen das Leben leuchten -- darunter öffnet ein lächelndes Comic-Kind mit Brille ein Buch, aus dem kleine Farbkreise steigen
Hach, ich mag meinen neuen Claim! Damit kann 2022 nur gut werden!

 

Dieser Blog-Artikel ist Teil der „Jahresrückblog“-Challenge von Judith „Sympatexter“ Peters.

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5 Kommentare

  1. Nadine

    Hallo liebe Katharina, ich hab gerade angefangen, ein bisschen hier zu lesen und finde es sehr spannend. Werde mir in den kommenden Tagen noch mehr Zeit dafür nehmen.
    Ich finde deine Kurzhaarfrisur super, auch wenn ich dich sonst nur mit wirklich sehr langen Haaren kenne.
    Liebe Grüße Nadine
    PS: Wenn du Lust und Zeit hast, dann schreib mir mal. Würde mich freuen, von dir zu hören.

    1. Katharina Mauder

      Hallo Nadine, oh, das ist ja schön, von dir zu hören! Wow, das ist wirklich lange her! Danke auch für das Kompliment zu den kurzen Haaren! Ich bin quasi konstant unsicher, in welche Richtung es weitergehen soll. So viele Möglichkeiten. 😉

      Ich melde mich zeitnah nochmal anderweitig. Bis dahin viele liebe Grüße in den Süden! 🙂

  2. Pingback: Mein Regenbogen-Jahr: Jahresrückblick 2023 | Katharina Mauder

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